11 Fragen.

Blogger-Fragebögen geistern durchs Land. Da ich Fragebögen mag, mache ich mit und verweise auch gerne auf Blogs, die ich mag.

Nominiert wurde ich von der lieben Floh, was mich natürlich sehr freut. Hier also die 11 Fragen und der “Liebster Award”:

liebsteraward

Floh’s Fragen:

1. Wie kommunizierst du mit anderen Bloggern?

Ich bin erst daran, Kontakte zu knüpfen und andere Blogs kennen zu lernen. Ich lese vielleicht 1mal pro Woche die Blogs, die mich interessieren, nach. Spricht mich ein Artikel besonders an, kommentiere ich ihn, manchmal drücke ich auch einfach den „Like-Button“. Ich habe mittlerweile ein paar BloggerInnen gefunden, die auch einen Twitter-Account haben. Dort geht die Interaktion spontaner und schneller von statten. Mit zwei Leuten hatte ich auch schon per Mail oder so Kontakt.

2. Was interessiert dich an anderen Blogs?

Mit meinem „Ein My“-Blog und dem dazugehörigen Twitter-Account suche ich vor allem nach Blogs zum Thema psychische Krankheiten, Behinderung, Beruf und Krankheit, Erfahrungen, Psychosen etc. Ich lese gerne Erfahrungsberichte, persönliche, intime Beiträge, deren Sprache mich anspricht. Eigentlich interessieren mich einfach Menschen, die Menschen hinter diesen Blogs, die ihre Erlebnisse und Gedanken mit dem Internet und somit auch mit mir teilen. Ich interessiere mich aber durchaus auch für sachlichere, kritische und politischere Blogs (allen voran ivinfo).

3. Beachtest Du Werbung auf anderen Blogs? Hast Du Werbung auf Deinem Blog? Warum?

Ich mag keine Werbung auf Blogs, ausser, es handelt sich um „eigene“ Produkte, wie eigene Bücher, Handarbeiten oder ähnliches. Ich möchte auf meinem Blog keine Werbung für irgendwen machen. Alles, was ich mache, sind Empfehlungen für andere Blogs oder Hinweise auf irgendwelche anderen Internet-Seiten. Mein Blog hat nichts mit Kommerz am Hut, und das wird auch so bleiben.

4. Welche Chancen siehst du für Blogs in den nächsten Jahren?

Ich finde Bloggen eine gute Sache, und ich denke, dieses Konzept wird sich noch eine Weile halten, weil es viele Vorteile hat. Ich hätte schon in jüngeren Jahren gerne eine Möglichkeit gehabt, mich mit anderen Menschen auszutauschen, die in einer ähnlichen Lebenssituation stecken wie ich, die eine ähnliche Diagnose haben wie ich etc. Menschen, mit denen ich über Medikamente und Nebenwirkungen reden kann, Menschen, die Anteil nehmen an meinem Alltag und meinen Gedanken. Aber ich musste 31 werden, bis mir bewusst wurde, dass ein Blog all das bieten kann.

5. Was sind die grössten Stärken?

Die grössten Stärken? So allgemein oder auf mich bezogen? Hm. Also, auf mich bezogen: Es ist etwas merkwürdig, das von sich selber zu sagen, aber ich glaube, ich habe einen starken Willen. Und ich versuche, ein guter Mensch zu sein. Allgemein: Ich mag Menschen mit einem grossen Herz.

6. Ist Bloggen politisch oder privat? Oder vielleicht beides? Warum?

Kommt auf das Blog an, nicht? Mein Blog soll eigentlich vor allem privat sein. Ich blogge als Privatperson und stelle somit sehr private Dinge aus meinem sehr privaten Leben ins Internet. Einige meiner Beiträge sind aber durchaus auch kritisch und sollen zum Nachdenken anregen – im weitesten Sinne kann man das auch als „politisch“ ansehen. Allerdings möchte ich immer klarstellen, dass das meine private Ansicht, beruhend auf meinen privaten Erlebnissen und Erfahrungen darstellt.

7. Was macht das Bloggen für dich wichtig?

Ich kann mich schriftlich oft besser ausdrücken als mündlich. Schreiben ist für mich lebenswichtig. Das ist für mich Verarbeitung (durchaus auch von schönen Erlebnissen), das ist für mich Therapie, das ist für mich aber auch das Schaffen von Erinnerungen. Texte kann man sich auch Jahre später nochmals ansehen und sich an die damalige Situation erinnern. Aufgrund meines löchrigen Gedächtnisses ist diese Funktion nicht zu unterschätzen. Warum ich die Texte ins Internet stelle, habe ich unter Punkt 4 bereits angetönt: Ich möchte Austausch mit Betroffenen, ich möchte auch Nicht-Betroffene erreichen, ich möchte meinen Teil zur Entabuisierung und Entstigmatisierung von psychischen Krankheiten beitragen – womit wir wieder bei „politischen“ Themen sind.

8. Was sind deine Tabus?

Keine Ahnung. Vielleicht, zu genaue Hinweise auf meine Person zu geben. Mich identifizierbar machen wäre der Super-GAU. Wie ich mal auf Twitter schrieb: Dieses Blog ist ein Tanz auf dem Vulkan. Ich hoffe fest, dass ich nicht eines Tages in die Lava hüpfe (bzw. meinen Job verliere).

9. Blogs sprießen wie Pilze aus dem Boden. Was muss ein Blog haben, damit er dich interessiert und du neue Posts gerne liest?

Mir muss die Sprache gefallen. Und inhaltlich halt zu „meinem“ Thema passen, wie unter 2. beschrieben.

10. Wie verfolgst Du andere Blogs?

Über die WordPress-App: Ich habe einige Blogs abonniert, die ich dann, wenn ich gerade in der Stimmung bin, nachlese. Ausserdem sehe ich Hinweise auf neue Beiträge auf Twitter.

11. Was bewegt dich?

Meine Anliegen mit diesem Blog sind unter 7. beschrieben. Nach wie vor stresst es mich, dass ich nicht öffentlich zu meiner Krankheit stehen kann, ohne Angst zu haben, auch die nächste Stelle zu verlieren. Dieses ständige Vertuschen, Verschweigen, Thema wechseln, wenn es um Details in meiner Biographie geht, das habe ich gründlich satt. Ich möchte nicht ständig überlegen, was ich einer Arbeitskollegin erzählen kann über mich und was nicht. Ich weiss aber nicht, ob sich das je ändern wird in unserer Gesellschaft. Wie auch immer, ich möchte mir im Alter nicht vorwerfen, dass ich nichts dagegen unternommen habe.

Die Regeln für’s Weitermachen noch kurz, bevor ich es vergesse:

  • Bitte verlinke mein Blog in deinem Blog (es reicht ein Link im Artikel – es muss ja nicht gleich die Blogroll sein)
  • Nominiere 11 neue Blogger mit weniger als 200 Followern (so sind die Regeln, aber wie viel Follower jemand genau hat, erschließt sich einem ja nicht gleich, also sagen wir mal: eher kleine Blogs erwünscht).
  • Beantworten Sie die Fragen und veröffentlichen Sie sie samt Antworten auf Ihrem Blog.
  • Denken Sie sich 11 neue Fragen aus und reichen Sie sie an die nominierten BloggerInnen weiter.
  • Die Person, von der Sie nominiert wurden, sollte nicht zurücknominiert werden. Kreislauf und so…
  • Alle Nominierten sollten informiert werden (auch hier bin ich der Auffassung, dass die Information via Blog genügen sollte)

Und hier meine eigenen Fragen an euch:

  1. Was wünschst du dir zu deinem nächsten Geburtstag?
  2. Was war dein Highlight in dieser Woche?
  3. Welcher öffentlichen Person (Politiker, TV-Star, Musiker etc.) möchtest du mal ordentlich die Meinung geigen? Warum?
  4. Warum hast du mit bloggen angefangen?
  5. Welches Kompliment hast du vor kurzem bekommen?
  6. Interessiert dich Politik? Bist du politisch aktiv?
  7. Wie wichtig ist für dich gutes Essen? Kochst du gerne?
  8. Liest deine Familie dein Blog?
  9. Was ist dein Lieblings-Film?
  10. Wie stehst du zu Gesellschafts-Spielen? Warum?
  11. Magst du Tiere? Warum (nicht)?

Wichtig:

Niemand der Verlinkten sollte sich durch diese Nominierung zu irgendwas gedrängt fühlen. Wer die Fragen lieber nicht beantworten oder den Staffelstab nicht aufnehmen und weiterreichen möchte, braucht das auch nicht zu tun. Fühl dich frei, zu schreiben oder nicht!

Alle verlinkten Blogs gelten als ausdrückliche Leseempfehlungen meinerseits.

http://thegirlwhooncedreamt.wordpress.com/

https://fliegermaedchen.wordpress.com/

http://meinkopfchaos.wordpress.com/

http://nadaskannjaheiterwerden.wordpress.com/

https://hinterherleben.wordpress.com/

https://endless89.wordpress.com/

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7 Gedanken zu “11 Fragen.

  1. Hallo :). Ich bin nicht so gut im Ausdenken und Beantworten der Fragen und lese deshalb lieber gespannt mit, was Andere bei dem Award geschrieben haben. Dennoch lieben Dank für die Nominierung, fühle mich geehrt! =)

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