Psychotische Philosohpie.

In der letzten Psychose wurde ich enorm philosophisch. Ich machte Weltbild-mässig einen religiösen Abstecher (was doch recht erstaunlich ist, da ich eigentlich überhaupt nicht religiös bin) und wandte mich dann zunehmend der Esoterik zu (was rückblickend geradezu sarkastisch anmutet- für Esoterik habe ich in gesundem Zustand nun wirklich nichts übrig). Wie merkwürdig meine Gedankengänge manchmal waren, untermalt ein weiteres Fundstück:

„Durchschnittlich gesehen nehme ich hoffentlich nur noch zu. Ich bin definitiv zu dünn. Eben darum ist es wichtig, dass man nie genau weiss, was man immer schon gedacht hätte. Ich bin froh, dass es zumindest schlaue Leute gibt, die mich nicht so genau kennen. Ja, deshalb versuche ich normal zu bleiben.“

Ich kann nur vermuten, dass ich während dem Tippen „telepathische“ Gespräche mit meinen Stimmen und vielleicht gleichzeitig noch mit dem Interpreten des Songs, den ich mir dazu anhörte, führte; Dass ich mich auf Satzfetzen bezog, die ich halluzinierte oder auf Bruchstücke eines Songtxtes – und daher vermutlich quasi „Insiderwitze“ riss, in der festen Überzeugung, dass jeder meinen Text lesen konnte, den ich da ins Wordfile tippte. Irgendwann war ich überzeugt, dass ich gewisse Dinge, die sich in meinem Kopf abspielten, nicht laut aussprechen oder aufschreiben durfte, weil das „alles durcheinander bringen“ würde. Auch das führte dazu, dass ich mich nur noch in kryptischen Anspielungen wie im obenstehenden Zitat ausdrückte.

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