Fundstück I: Die Elfe.

Diesen Text habe ich vor 2 Jahren in der geschlossenen Abteilung der Psychiatrie geschrieben.

Eine Elfe war mal wieder völligst verwirrt. Sie wusste, irgendwo sitzt ein Paul. Leider hatte sie keine Ahnung, wo genau. Im Elfenwald gab es sehr viele männliche Elfen. Jedenfalls, sie wusste, der Paul war unheimlich wichtig. Immer wieder tauchten Elfen auf und behaupteten, doch, ich heisse Paul!

Wie auch immer, damals waren die männlichen Elfen relativ klug. Zumindest klug genug, um zu wissen, dass diese bestimmte Elfin wirklich extrem hübsch war. Und wahnsinnig mysteriös und sowieso. Den Namen der Elfe habe ich leider vergessen. Ja, vermutlich hasst diese Elfe ziemlich, dass sogar ich immer wieder ihren Namen vergesse. Sie war wirklich wichtig und alles. Irgendwann hat sie mich gefragt, ob ich denn nicht ihre Geschichte aufschreiben könnte. Und natürlich habe ich gesagt: Judihui!

Ja, das ist peinlich. Zumindest den Namen der Hauptperson sollte ich behalten können.

Jedenfalls, die Elfe war etwas nervös. Sie spürte genau, dass die Elfen-Männer sie immer wieder anlogen. Eine Elfe wie sie spürt das einfach. Jedenfalls, die Geschichte wurde immer vertrackter.

Es gab im Elfenwald mehrere Bäume. In einem Wald gibt es meistens ein paar Bäume – kommt natürlich etwas auf die Klimazone an. Jedenfalls, der Elfenwald hat seine eigene Klimazone. Es gab da riesige Bäume, und nein, Elfen können nicht klettern. Nicht einmal diese Elfin.

Sie konnte übrigens nicht einmal fliegen. Ja, die meisten Elfen können fliegen, und deshalb war sie auch immer wieder traurig. Im Prinzip war sie tatsächlich die einzige Elfe, die nicht fliegen konnte. Sie besass durchaus zwei Flügel, aber die funktionierten leider nicht. Wie auch immer.

Eines Tages war die Elfe besonders angepisst. (das ist bei Elfen übrigens unanständig, solche Begriffe). Sie behauptete einfach mal, auf diesen Baum (und ja, der war riesig), werde ich klettern können. Sie versuchte es immer wieder. Der Baum war sehr glitschig. Jedenfalls, die Elfe schlitterte immer wieder ab und fiel relativ unsanft wieder auf den Boden. Die Elfe wurde immer trauriger. Und jeder versuchte ihr zu helfen – vor allem die Elfen-Männer, aber sie wollte selbst da raufklettern.

Die Elfe ging wieder in Ihre Höhle. Ja, sie lebte tatsächlich in einer Höhle. Die Höhle war aber durchaus schön. Es hatte überall Kristalle. In der Nacht leuchteten in allen Farben. Sie hatte ein schönes Kissen und darauf schlief sie die meisten Nächte glücklich ein.

In dieser Nacht jedoch weinte sie. Stundenlang. Ihre Tränen waren so kostbar, dass sämtliche Pflanzen anfingen zu leuchten. In ihrer Höhle wuchsen Blumen, Bäume und merkwürdiges Gewächs.

Sie hiess Rhetoiky. Ja, sogar im Elfenwald war das ein relativ merkwürdiger Name.

 

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